Köf II - das Vorbild
Die Baureihe Köf II wurde als Lokomotive mit geringer Masse und Leistung für den leichten Rangierdienst entwickelt und ab 1932 auf kleinen Bahnhöfen eingesetzt. Köf steht für Kleinlok mit Öl-Motor (Öl in diesem Falle = Diesel) und Flüssigkeitsgetriebe. Das Vorbild unserer Köf 4151 wurde als Kb 4151 (b für Benzol-Motor) von Jung 1934 an die DRG ausgeliefert und 1940 nach dem Umbau auf Generatorgasbetrieb umbezeichnet in Kg 4151. Die Köf 4151 wurde 1960 auf Deutz Motor mit Strömungsgetriebe umgebaut. 1967 kam die Ausrüstung mit Druckluftbremse. Irgendwann in 1968 oder später erfolgte die Umzeichnung in 321 018-4. Elf Jahre später wurde die Köf ausgemustert. Der Verbleib ist unbekannt.
Köf II - das Modell: beispiellose Ausstattung in Spur H0
Das Hämmerchen: die Köf II ist sozusagen die kleine Schwester unserer Spur 0 Köf. Und kaum zu glauben: mit diesem kleinen Lokmodell haben wir alles auf die Beine, pardon, auf die Räder gestellt, was sich der Modellbahner für eine echte Rangierlok nur wünschen kann:
- Fahrwerk und Gehäuse aus Metall
- Antrieb auf beide Achsen
- hintere Achse pendelnd gelagert
- RP25 Räder
- Federpuffer
- Fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel
- Rangierlicht
- fernbedienbare Kupplung im Digital- und Analogbetrieb!
- Decoder mit USP und effektivem Energiespeicher eingebaut, das bedeutet:
- unterbrechungsfreier Fahrbetrieb
- im Digitalbetrieb: RailCom
- im Digitalbetrieb: ABC
Hier haben wir einen Appetitanreger...: Die Köf - der Film
Rangierlokomotive Köf II
DB, LüP 74,2 mm: Art. Nr. 30150
Die fernbedienbare Kupplung
Die Konstruktion der fernbedienbaren Kupplung ist etwas ganz besonderes. Kernstück ist ein zweiter, winzig kleiner Motor, der über eine Zahnstange den vorderen oder hinteren Kupplungshaken bewegt.
Dies kleine Video zeigt in halber Geschwindigkeit, wie die Mechanik im Inneren funktioniert.
Sollte bei Ihrer Lok der Kupplungshaken nicht mehr selbstätig nach oben gehen, so können Sie zunächst versuchen, ihn mit einem kleinen Schraubendreher ganz vorsichtig wieder in die Ausgangsstellung zu bringen.
Ist dies nicht möglich, so können Sie eine automatische Justage der Mechanik durchführen: Dazu wird das "Programmieren während des Betriebs" (PoM) verwendet. Schreiben Sie in die CV 8 den Wert "3" ein. Die Lok wird daraufhin automatisch die Position der Zahnstange neu justieren. Bitte beachten Sie, dass dies nur mit PoM möglich ist, auf dem Programmiergleis ist diese Justage nicht möglich.
Während des Kalibiriervorgangs wird zunächst die vordere Kupplung, danach die hintere und anschließend wieder die vordere Kupplung kurz nach unten bewegt. Sollte beim Kalibirieren ein Fehler auftreten, blinken anschließend die Lampen vorne und hinten. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an unseren Service.
Und so geht's:
Die fernbedienbare Kupplung ist für die Verwendung der NEM-Bügelkupplung konstruiert.
Im analogen Betrieb
wird die Kupplung über einen einfachen Schaltungstrick aktiviert: Der Taster (liegt der Lok bei) schaltet von der Fahrspannung (Gleichspannung) auf Wechselspannung um. Hierauf reagiert die Elektronik in der Lok und aktiviert die Kupplung.
Der Entkupplungsvorgang läuft wie folgt ab: Der Drehknopf des Fahrpults wird aufgedreht, bis die Lampen leuchten. Wählen Sie dabei die Richtung vom Wagen weg. Die Lok darf dabei noch nicht fahren. Wenn Sie nun den Taster betätigten, wird für die Dauer der Betätigung Wechselspannung in das Gleis eingespeist. Der Kupplungshaken senkt sich, die Lok fährt mit minimaler Geschwindigkeit ca. 5 mm von der Kupplung weg.
Im digitalen Betrieb:
Abkuppeln: Der Zug wird bis zu der Stelle gefahren, an der abgekuppelt werden soll. Nun wird die Fahrtrichtung der Lok so eingestellt, dass sie vom Zug wegfahren kann. Mit F1 wird der Entkupplungsvorgang ausgelöst: Der Haken senkt sich, die Lok kriecht ca. 5 mm von der Kupplung weg.
Ankuppeln: Die Lok wird direkt an den Wagen, der angekuppelt werden soll, herangefahren. Mit F2 wird der Ankuppelvorgang ausgelöst: Der Kupplungshaken senkt sich. Die Lok kriecht nun ca. 5 mm in Richtung Wagen, dabei schiebt sich der abgesenkte Haken unter den Kupplungsbügel des Wagens. Danach hebt sich der Kupplungshaken wieder. Auf diese Weise kann ein Wagen angekuppelt werden, ohne dass er sich von der Stelle bewegt.
Im Digitalbetrieb sind vier Funktionen nutzbar:
- F0 schaltet die richtungsabhängige Beleuchtung ein und aus
- F1 Entkuppeln
- F2 Ankuppeln
- F3 Rangierbeleuchtung (die Lampen vorne und hinten sind gleichzeitig eingeschaltet)
Mit diesen Modellen lässt sich endlich wirklich vorbildgerecht rangieren und verschieben!
USP - Vergessen Sie Kontaktprobleme
Gerade kleine Loks mit kurzen Radständen haben oft Probleme mit der Stromaufnahme, was besonders im Rangierbetrieb bei extrem langsamer Fahrt sehr ärgerlich ist. Dank der intelligenten USP-Schaltung und dem integrierten Energiespeicher können Sie die Kontaktprobleme getrost vergessen: die Köf "kriecht" auch über Weichen und Herzstücke und lässt sich auch von einem verschmutzten Gleisstück nicht beeindrucken.
Das nennen wir Fortschritt. Damit Sie noch mehr Spaß an der Modellbahn haben.
