Decoder sind Bausteine, die es gestatten, das Gleisformat zu "entschlüsseln". Man unterscheidet Lokdecoder (Fahrzeugdecoder), welche die Lokomotive fahren lassen, anhalten und, je nach Ausstattung, verschiedene Schaltfunktionen übernehmen, und Schaltdecoder zur Ansteuerung von Weichen, Signalen, Schranken, Lampen oder anderem elektrischen Modellbahnzubehör.

Pioniertaten

Lenz Elektronik hat nicht nur die Basis geschaffen für den weltweiten DCC-Standard. Zu unseren Entwicklungen zählen wegweisende Technologien wie ABC für einfaches und präzises Anhalten vor Signalen oder die intelligente USP-Schaltung für eine unterbrechungsfreie Kommunikation zwischen Zentrale und Decoder oder auch RailCom für bidirektionalen Informationsaustausch. Und wir entwickeln ständig weiter...

Noch besser: Die Lokdecoder +

Das Bessere ist des Guten Feind, deshalb gibt es unsere Lokdecoder +, erkennbar am + hinter der Typenbezeichnung. Die Decoder der GOLD-Serie bieten mit einer noch nie dagewesenen Vielfalt an Features und Einstellmöglichkeiten ein Höchstmaß an Komfort, der SILVER ist die preiswerte Variante mit leicht eingeschränkten Möglichkeiten. Der Lokdecoder STANDARD als preisgünstiges Einstiegsmodell verfügt über alle Eigenschaften, die für einen DCC-Decoder als Standard gelten dürfen.

Alle Digital plus Decoder sind konform zum Standard der NMRA.

Digital plus - Lokdecoder werden nach der Belastbarkeit des Motorausganges und nicht nach dem in der Lok zur Verfügung stehenden Platz ausgewählt. Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl: der Decoder muss der Stromaufnahme von Motor, Beleuchtung und Zubehör gewachsen sein.

Lokdecoder selbst einbauen

Digital plus - Lokdecoder dürfen ohne Verlust von Garantieleistungen vom Modellbahner selbst eingebaut werden. Jedem Lokdecoder liegt eine Beschreibung bei, in der der Einbau schrittweise erklärt und grafisch dargestellt ist. Den prinzipiellen Einbau zeigt die Grafik (Bild oben rechts).

Ausführliche Informationen zu den Lokdecodern stellt Ihnen das "Handbuch Lokdecoder" zur Verfügung. Es ist im Modellbahnfachhandel erhältlich oder kann im Downloadbereich herunter geladen werden.

Plus Punkte: die neuen Decoder mit dem +

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Ausstattungsmerkmale der Digital plus Lokdecoder:

Pendelzugsteuerung

Bei Einsatz der ABC-Bremsmodule ist eine Pendelzugsteuerung realisierbar. Sogar zwei verschiedene Optionen gibt es hierbei: Pendeln mit und ohne Zwischenhalt. Im zweiten Modus werden auch Langsamfahrabschnitte berücksichtigt. Die Aufenthaltsdauer am Streckenende ist per CV zwischen 1 und 255 Sekunden einstellbar.

Motorsteuerung

Hochfrequente Regelung (23kHz): Zur Anpassung können je nach Modell verschiedene Motortypen einfach ausgewählt werden. Diese einzelnen Motortypen enthalten einen Parametersatz, der auf die jeweilige Bauart abgestimmt ist. Zusätzlich ist es möglich, ein Feintuning über verschiedene CVs vorzunehmen. Selbstverständlich kann sowohl die hochfrequente Ansteuerung als auch die Regelung abgeschaltet werden. Die minimale, maximale und mittlere Geschwindigkeit kann eingestellt werden, der Decoder passt die Geschwindigkeitskennlinie dabei dynamisch an, um einen sanften Verlauf ohne Knickstellen zu gewährleisten. Unabhängig davon ist es außerdem möglich, eine individuelle Geschwindigkeitskennlinie zu programmieren. Bis zu 128 Fahrstufen können genutzt werden.

Leistung

Für die Motorausgänge der GOLD Decoder geben wir die Dauer- und die Spitzenbelastbarkeit an. Die Dauerbelastung wird ohne spezielle Montage auf Kühlflächen erreicht!

Überlastschutz

Die Decoder sind gegen Überlast, Kurzschluss und Überhitzung geschützt.

Anfahr- und Bremsverzögerung

Anfahr- und Bremsverzögerung können getrennt eingestellt werden. Auf Wunsch können diese Verzögerungen per Funktion durch einfachen Tastendruck am Digitalsystem aus- und wieder eingeschaltet werden.

Konstanter Bremsweg

Eine besondere Eigenschaft des GOLD Decoder sorgt für einen von der aktuellen Geschwindigkeit unabhängigen, konstanten Bremsweg. Wichtig ist diese Eigenschaft für Modellbahner, die automatische Halteabschnitte in ihre Anlage einbauen.

Rangiergang

Per Funktion schaltbar ist der Rangiergang, der die aktuell gefahrene Geschwindigkeit auf die Hälfte reduziert.

Funktionsausgänge

Die Funktionsausgänge können auf vielfältige Weise den Funktionen des Digitalsystems zugeordnet werden.

Lichteffekte

Vielfältige Lichteffekte können an den vier Funktionsausgängen eingestellt werden:

SUSI-Schnittstelle

Über die SUSI - Schnittstelle können Sound- oder Funktionsmodule, die diese Schnittstelle unterstützen, angeschlossen werden.

Stationen in der Entwicklung der Digital plus by Lenz® Lokdecoder

Die ersten von Lenz Elektronik unter der Produktbezeichnung Digital plus by Lenz® auf den Markt gebrachten Decoder erschienen bereits 1991. Vorher schon lieferte Lenz Elektronik Decoder für den Einsatz in den Systemen "Arnold Digital" und "Märklin Digital für Zweileiter Gleichstromanlagen". Im Laufe der Zeit wurden die Decoder ständig weiterentwickelt. Die Decoder wurden bei gleicher Leistung kleiner und ein vielfaches an Einstellmöglichkeiten wurde hinzugefügt. Hier ein Überblick über die verschiedenen Decodergenerationen von 1991 bis heute:

Lieferzeitraum Eigenschaften
ab Februar 2009 Die Lokdecoder +

Die neuen Lokdecoder + sind jetzt RailCom-fähig, die RailCom-Funktionalität (CV29, Bit 4) ist bereits werkseitig eingeschaltet. Selbstverständlich können die Decoder trotzdem auch auf nicht RailCom-fähigen DCC-Systemen verwendet werden.

Dank optimierter Software jetzt auch zeitgesteuertes Schalten von Funktionsausgängen, wie es z.B. für den Anschluss von Kupplungen benötigt wird.

Neu im Programm: der GOLD 21 mit 21-poliger Schnittstelle.

ab Juni 2007 STANDARD

Viel Features für kleines Geld: Die Regelung des GOLD Decoders in preiswerter Alternative. Weniger darf ein Decoder nicht können.

ab Sept. 2005 SILVER Serie

Die "kleinere" Variante des GOLD Decoders mit bis auf USP und RailCom gleichen Eigenschaften für ein mittleres Preissegment.

ab Nov. 2004 GOLD Serie

Ein "Quantensprung" in der Decodertechnologie. Erstmals eingeführt wurden mit diesen Decodern die ABC-Bremstechnik, USP, RailCom und S.U.S.I. Schnittstelle. Damit gibt es zum ersten Mal weltweit Lokdecoder, die auch bei verschmutzten Schienen die Digitalinformation empfangen können. Optional anschließbare POWER Module sorgen für Energiereserven bei kurzzeitigen Unterbrechungen.

Verbesserte Regelalgorithmen erlauben die optimale Anpassung an unterschiedliche Motorbauarten, der neue 'konstante Bremsweg' öffnet dem Modellbahner bisher nicht mögliche Betriebsabläufe. Alle anderen bekannten Eigenschaften (Lokadressen, etc.) wurden natürlich beibehalten oder in verbesserter Form weitergeführt.

ab Nov. 2001
  • erste updatefähige Decoder,
  • Einführung eines neuen Schemas zur Bezeichnung der Decoder.
ab Nov. 1998
  • XF –Serie. Zu den Eigenschaften der zum Standard der NMRA konformen Decoder kommen hinzu:
  • 128 Fahrstufen,
  • Programmieren während des Betriebes,
  • Funktionsausgänge mit zusätzlichen Eigenschaften und
  • freie Zuordnung (Mapping) der Funktionsausgänge.
Sept. 1996
bis Aug. 2001
  • Decoder konform zum Standard der NMRA.
  • Adressen 1 bis 10.000
  • 14, 27 und 28 Fahrstufen.
  • Zu den oben genannten Eigenschaften kamen erweiterte Möglichkeiten wie Mehrfachtraktion und CV-Programmierung hinzu.
  • 2 bis 4 Funktionsausgänge, fest zugeordnet zu den Funktionen F0 bis F4 des Digitalsystems.
1991
bis Sept. 1996
  • Adressen 1 bis 99
  • 14 und 27 Fahrstufen,
  • elektronisch programmierbare Adresse, Anfahrspannung, Anfahrverzögerung, Bremsverzögerung (Registerprogrammierung).
  • Analogbetrieb auf konventionellen Gleichstromanlagen.
  • 2 bis 4 Funktionsausgänge, fest zugeordnet zu den Funktionen F0 bis F4 des Digitalsystems.

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